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Vorspannung

Ohne Vorspannung könnten viele Spezialbauwerke nur mit äusserst grossem Zusatzaufwand realisiert werden. Seit Jahrzehnten werden VSL Vorspannsysteme für eine breite Anwendungspalette von wichtigen und komplexen Spezialbauwerken inklusive Offshore-Ölplattformen, schwimmende Trockendocks und Staumauern eingesetzt.

Funktionsweise

Die Vorspanntechnologie ist ein Bauverfahren, bei welchem Beton durch ein System von geeignet angeordneten Stahlkabeln und Verankerungen komprimiert und somit seine Verformung und Rissbildung verhindert wird. Der Beton arbeitet dadurch auf Druck, was seine Dauerhaftigkeit erhöht und die Ausführung von schlanken Bauteilen mit minimierter Verformung ermöglicht.

Anwendung und Vorteile

VSL ist in der Lage, den gesamten Dienstleistungsumfang von der Planung bis hin zur kompletten Ausführung der Arbeiten vollständig abzudecken:

Bodenplatten für Industriebauten

Vorgespannte Bodenplatten weisen eine hohe Festigkeit gegen Schläge, Abrieb und Risse auf und können sehr hohe Lasten tragen. Zudem weisen vorgespannte Bodenplatten einen unbestrittenen Vorteil auf: sie erlauben es, die Dilatationsfugen in den Bodenplatten zu eliminieren was in der Ausführung und bei der Langlebigkeit zu Kostenvorteilen führt. Vorgespannte Bodenplatten können vielseitig eingesetzt werden wie z.B. für Lagerhallen, Fabrikationsgebäude, Logistikzentren, Containerterminals und Flughäfen.

Grosse Flexibilität

Vorgespannte Decken erlauben die Ausführung von grösseren Spannweiten ohne dabei das Deckeneigengewicht übermässig zu erhöhen; dies erlaubt eine flexiblere und ökonomischere Bewirtschaftung der Nutzflächen. Diese Technik erlaubt eine Flächenoptimierung insbesondere beim Bau von Garagen Parkhäusern und Warenlagern.

Silos, Reservoirs, und Mantelgebäude

Wegen ihrer Geometrie und Funktionsweise eignen sich Gastanks (LNG/LPG) und Reaktorgebäude ideal für die Anwendung der Vorspanntechnologie. Sie erlaubt es, die Rissbildung zu eliminieren und die Dauerhaftigkeit zu erhöhen. Durch die vielseitig anwendbaren VSL Ankersysteme sind die Planer dadurch in der Lage, Kostengünstige und die Bauzeit optimierende Lösungen zu planen.

Komponenten

VSL Vorspannsysteme setzen sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • Spannstahllitzen mit Zugfestigkeiten im Bereich von bis zu 1‘860 N/mm2
  • Hüllrohre – im Beton oder extern angebracht – in welchen die Spannstahllitzen eingebettet sind; die Hüllrohre werden je nach Anwendungsfall entweder in Kunststoff oder Stahlblech ausgeführt
  • Ankerköpfe – bewegliche und feste – an beiden Enden der Spannstahllitzen welche die auf die Litzen einwirkenden Zugkräfte als Druckkräfte in den Beton einleiten; durch spezielle Klemmen werden die Spannstahllitzen dabei in den Ankerköpfen festgehalten
  • Kupplungen, welche die Ausführung von kontinuierlichen Spannkabeln über verschiedene Betonier-Etappen erlauben
  • Füllmaterial aus Spezialmörtel, welcher in die mit den Spannlitzen versehenen Hüllrohre eingepresst wird und den Korrosionsschutz der Litzen gewährleistet; je nach Anwendungsfall wird damit auch eine Verbundwirkung mit dem umhüllenden Beton erzeugt

Verankerungstypen

VSL verfügt über verschiedene bestens bewährte bewegliche und feste Verankerungen welche für den Einsatz in Industriebauten entwickelt worden sind:

  • Typ VSL VSLab® S: Speziell für schlanke Flachdecken entwickelte Verankerung für 2 bis 5 Litzen mit Spannkräften zwischen 550 und 1‘400 kN
  • Typ VSL S: Verankerung für Monolitzen mit oder ohne Verbund
  • Typ VSL GC: Vielseitig einsetzbare Verankerung für 4 bis 37 Litzen mit Spannkräften zwischen 780 und 7‘200 kN
  • Typ VSL AF: Für schwer zugängliche Standorte entwickelte Verankerung bei vertikaler Kabelführung. Diese Verankerung eignet sich besonders für die vertikale Verstärkung von existierenden Bauwerken und für die Erdbebenertüchtigung sowie für Silos und Reservoirs
  • Typ VSL L: Bei diesem Ankersystem beschreibt das Hüllrohr eine 180° Krümmung. Dadurch befinden sich beide Extremitäten des Kabels in der Nähe zueinander und auf gleicher Höhe; diese Typ eignet sich vor allem für die vertikale Vorspannung z.B. für Silos
  • Typ VSL H: Die Übertragung der Vorspannkraft erfolgt durch den Verbund der Litzen im Beton. Diese feste Verankerung ist kostengünstig und eignet sich  vorwiegend bei Werksfabrikation der Kabel.
  • Typ VSL P: Diese Verankerung gelangt zur Anwendung, wenn die Ankerkraft am äusseren Ende eines Bauwerkteiles konzentriert eingeleitet werden soll. Sie besteht aus einer gekrümmten Platte, welche Bohrungen für den Durchgang der Litzen aufweist. Die Litzen werden mittels Presshülsen, die sich auf die Platte abstützen, verankert.

Alle Verankerungen sind nach den international gültigen Normen getestet und verfügen über die erforderlichen Zulassungen.

Themenspezifische Broschüren

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